Automobilgeschichte einmal anders

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1825 Gegen Raser I

Wild geht's zu auf norddeutschen Straßen, daher erlässt die Hamburger Polizeibehörde ein Mandat, dass das schnelle Fahren mit Wagen (noch von Pferden gezogen!) vor allem um die Kurven und Ecken von Gassen auf das "Schärfste" untersagt. Es drohen nicht nur Geldsondern sogar Leibesstrafen!

 

1895 Die erste Werkstatt

Im Dezember macht in Bordeaux die erste Autowerkstätte auf, die schon für damalige Verhältnisse einen fast sagenhaften Service, nämlich inklusive Pannen- und Ersatzteilservice, zu bieten hatte.

 

1896 Das 1. gestohlenen Auto - ein Peugeot

In Paris gibt es den ersten Autodiebstahl der Geschichte. Ein Mechaniker stiehlt den Peugeot eines Barons und wird schon bald verhaftet.

 

14.4.1899 Die ersten Führerscheine

25 Automobilisten lassen sich bei der Königlichen Polizei-Direktion in München auf ihre Fahrkünste und auch ihre Automobile gründlich prüfen. Sie erhalten daraufhin "Fahrscheine" - Vorläufer von Führerscheinen.

 

14.4.1899 Das 1. Nummernschild

Die Brüder Daniel und Herrmann Beissbarth erhalten am selben Tag für ihren Wartburg-Motorwagen das nachgewiesenermaßen erste Autonummernschild der Welt: eine schwarze "1" auf gelbem Grund.

 

13.9.1899 Das 1. Unfallopfer

Das erste öffentlich bekannt werdende Opfer eines Autounfalls ist der Amerikaner Henry M. Bliss. Er wird in New York von einem Auto angefahren und stirbt kurz darauf in einem Krankenhaus

 

1900 Gegen Raser II

Behördlicher Maßstab für die Höchstgeschwindigkeit ist zu jener Zeit die Geschwindigkeit von Pferden und Fuhrwerken. Die Polizei beginnt, so genannte "Autofallen" einzurichten. Hierfür wird in der Regel die Entfernung zwischen zwei Bäumen an der Straße abgeschritten und dann die dafür benötigte Zeit der vorbeifahrenden Wagen mit der Taschenuhr gemessen! Da die frühen Autobesitzer oft im wahrsten Sinn des Wortes (betuchte) und oft rücksichtslose Herrenfahrer sind, kommt es nicht selten zu Willkürhandlungen und -bestrafungen durch die Obrigkeit.

 

Quelle: ASC e.V.