Unser Streuner Schleimy

Hier ist die Geschichte von unserem Streuner Schleimy

1996   -   † 12.03.2008

1997 zogen wir mit unseren 2 damaligen Miezen in unsere neue Wohnung, die in einer schönen grünen Wohnanlage liegt. Bald fiel uns ein grauer Tiger auf, der kein Zuhause zu haben schien. Wir schätzten ihn auf ungefähr 1 Jahr, da er schon kastriert aber noch nicht ganz ausgewachsen war.

Ohhhjeee und eine dick geschwollene Schnauze hatte er. Da er aber sehr ängstlich war, hatten wir keine Chance ihn einzufangen und zum TA zu bringen. Hatte man ihn ausgesetzt oder einfach zurückgelassen? (Das passiert hier leider öfter mal) Hatte er einen Unfall, oder wurde er getreten? Vermisst hat ihn jedenfalls niemand.

Uns blieb nur ihn zu beobachten ob er fressen kann und zu füttern. Das übernimmt seitdem ein älterer Herr, der auch einen Kater hat, den er regelmäßig ins Freie lässt. Paule, ein roter Tiger und Schleimy haben sich angefreundet. Sie streuseln oft gemeinsam draußen rum.

Die dicke Schnute wurde schnell besser und Schleimy wurde gaaaaanz langsam zutraulicher.

Zu unseren eigenen Miezen konnten wir ihn leider nicht nehmen. Unsere Toffy hätte Terror gemacht.

1999 und 2000 gingen unsere beiden Katzen ins Regenbogenland, was natürlich sehr weh tat. Deshalb, und auch aufgrund unserer Arbeitszeiten(Schichtdienst) und unseres zeitintensiven Hobbys blieben wir erstmal ohne Mieze.

Um Schleimy kümmerten wir uns trotzdem weiter. Er hatte glücklicherweise keine Probleme. Lediglich gegen Zecken brauchte er ab und zu etwas und liess es sich auch problemlos in den Nacken träufeln.

Tja, irgendwann wurde der Wunsch nach einer Katze aber wieder riesengroß. Also beschlossen wir Schleimy zu adoptieren. Einen halben Sommer lang haben wir versucht sein Vertrauen zu gewinnen um ihn streicheln und auf den Arm nehmen zu können.

Und dann war es soweit..

Mit Schabefleisch mogelten wir ein Beruhigungsmittel in den Tiger und dann kam er in den Transportkorb.

In der Wohnung: ALLES KEIN PROBLEM !!! er hat sofort die Katzenklos benutzt, gefressen und kam auf die Couch kuscheln.

Aber dann: Punkt 20 Uhr fing er an zu maunzen. Bis 6 Uhr früh ohne Pause. Streicheln, kuscheln, ihn mit ins Bett nehmen half alles nur kurzfristig. Er fing immer wieder an zu maunzen.

Tja und irgendwann haben wir ihn verstanden. --------- Er wollte raus ins Freie. Unser großer gesicherter Balkon war nicht ausreichend. Er hat die ganze Nacht gebettelt und wollte raus. Und Alles ohne ein bisschen böse zu werden, zu toben, kratzen oder ähnliches. Schweren Herzens nahmen wir ihn dann Tage später, mitten in der Nacht und haben ihn vor die Tür gesetzt. Tiger stürmte sofort los blieb dann aber wieder stehen. guckte uns ankam zurück und stupste mich am Bein an und dann ging er.

Das war ein deutliches Zeichen: "DANKE, das ihr mich gehen lasst."

 

Tagsüber war er völlig zufrieden in der Wohnung aber nachts hielt er es einfach nicht aus und die Möglichkeit mit Freigang ging bei uns nicht. Inzwischen hat noch jemand versucht ihm ein Zuhause zu geben. Ebenso erfolglos. Dort hat er aber die Wohnung komplett zerlegt.

Seitdem wird er wieder von Paules Herrchen gefüttert und wir versorgen ihn medizinisch und mit Streicheleinheiten. Augensalbe und Antibiotika konnten wir ihm z.B. schon völlig easy verabreichen.

Paules Herrchen würde ihn ja auch adoptieren, er könnte ihn auch regelmäßig raus lassen, aber an der Wohnungstür macht Schleimy leider immer kehrt.

Vielleicht überlegt er sich das ja doch noch mal anders. Auch bei uns und den inzwischen eingezogenen Senior-Miezen Pauli und Lissy könnte er jederzeit wohnen.

 

Ach ja, Schleimy haben wir ihn übrigens genannt, weil er uns beim Kuscheln immer voll sabbert ... eben Schleimt...... ;-)

12.03.2008  Unser Streuner ist im Regenbogenland :-(


Schleimy wurde von einem Auto angefahren und hat diesen Unfall leider nicht überlebt. Zum Glück hat sich eine junge Frau um ihn gekümmert und den Tierarzt gerufen, der ihn aber nur noch erlösen konnte.

Mach´s gut lieber dicker Kuschelkater!!!